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Mecklenburg

   

13° O nach 10° O

km 0. Tag 1. 53° 22' N 13° 03' O. Neu¬strelitz in Mecklenburg.

Es geht los. Zwei Boote, Abfahrt am Zierker See. Es ist sonnig und der Wind steht vollständig gegen an. Neustrelitz, eine absolutistische Gnadensonne in der Einöde, geometrisch durchgeplant; Radialstraßen münden in einem Zentralplatz, das Schloß hat den 2. Weltkrieg nicht überlebt. Was will man hier? Mecklenburg war geteilt worden, und das östliche Fünftel brauchte seine eigene Hauptstadt. Hinter dem herausgeputzten Platz fürchten sich die Häuser vor dem Abriß Ost. Der Hafen atmet mecklenburgische Weite und Platzverschwendung. Der örtliche Ruderverein hat ein riesiges Gelände voller grauverputzter Nostalgie: Betonplattenwege, Betonmäuerchen, in deren Windschatten wir zelten. Daneben neumodische Stadthäuser mit spießigen Minigärtchen und einer mustergültigen Touristenpromenade. Ein Schild bittet darum, die Einheimischen nicht zu füttern.

km 11,5. Tag 1. 53° 17' N 12° 58' O. Wesenberg in Mecklenburg.

Der Regen hat den Starken SW-Wind etwas besänftigt. Wesenberg hat einen niedlichen ellipsoiden Grundriß, dessen Brennpunkte die Kirche und die Höhenburg sind. Es gibt kaum Höhenburgen im flachen Mecklenburg.

km 22. Tag 1. 53° 13' N 13° 02' O. Priepert an der Havel.

Die Gegend wird noch einsamer. Ein See nach dem anderen und nur alle 5 km ein Dorf. Wir haben die Obere-Havel-Wasserstraße berudert und treffen jetzt auf die Müritz-Havel-Wasserstraße westwärts. Gen O könnten wir nach Berlin weiterrudern.

km 35,5. Tag 2. 53° 13' N 12° 52' O. Diemitz am Labussee.

Die Landschaft ist großartig, die Seen kommen hintereinander weg wie an einer dicht besetzten Perlenkette. Wir sind im Herzen der Kleinseenplatte; die Seen haben oft nicht einmal die Breite der Elbe bei Teufelsbrück. Zwischen den Perlen sitzt jeweils eine Schleuse, fünf auf dem kurzen Stück seit Neustrelitz. Hier herrscht ein unglaublicher Motor-, Haus- und Paddelbootverkehr, und man muß meist auf die übernächste Schleusung warten, ehe man in die Schleusenkammer mit hineinpaßt. Mein Zeitplan wird schwer strapaziert.

km 48,5. Tag 2. 53° 16' N 12° 49' N. Mirow in Mecklenburg.

Mirow war die Residenz Mecklenburg-Strelitzens, bevor Neustrelitz auf die grüne Wiese gesetzt worden war. Das Residenzschloß liegt auf einer kleinen Insel mit einem romantischen Park. Romantisch auch das Ruinengrab eines geliebten Fürsten von soundso, gestorben aus Gram darüber, daß sein Fürstentum 1918 auf die republikanische Seite wechselte. Da hatten die um 50 Jahre langsameren, konservativ-stoischen Uhren plötzlich einen Zahn zugelegt. Der blau-weiße örtliche Ruderclub hat eine Bootshalle voll von alten Holzbooten und Holzskulls, alles so liebevoll gepflegt, daß mir bei unseren Booten die Tränen kommen.

km 71,5. Tag 3. 53° 25' N 12° 39' O. Großer Schwerin an der Müritz.

Auf dem Kanal von Mirow zur Müritz war es windstill und brütend heiß, daß allmählich ein Sonnenstich heranzog. Dann lag die Kleinseenplatte hinter uns und vor uns die Großseenplatte. "Müritz" bedeutet "Kleines Meer". Der zweitgrößte See Deutschlands ist 15 km lang und 6 km breit. Heftiger Wind von SSW. Wie durch eine Turbine werden wir im spärlichen Windschatten des Ostufers vorangetrieben. Doch dann knickt das Ufer an den Landspitzen Steinhorn und Großer Schwerin nach SW weg. Hart am Ufer zu bleiben ist nicht möglich, da Steinpackungen dicht unter der Wasseroberfläche lauern. Ulrich muß uns weiter hinaussteuern. Wir geraten in heftigen Wellensalat und die Ostara tanzt und schüttelt sich wie der rasende Teufel. Ulrich kreuzt, regelmäßig übernehmen wir Wasser, wenn das nicht beherzt genug geschieht; es ist zum Davonlaufen. Den Thor trifft es noch härter, manchmal kann man ihn zwischen den Wellen sehen.

km 74,5. Tag 3. 53° 24' N 12° 38' O. Röbel an der Müritz.

Es gibt zwei Röbels Röbel-Alt und Röbel-Neu; jedes gruppiert sich auf seinem Hügel um eine Kirche. Jedes hat für sich seit der jeweiligen Gründung Stadtrechte. Die beiden Röbels sind Grenzstädte, denn hier trafen die beiden Mecklenburge zusammen, bzw. hier wurde das Land geteilt. M.-Schwerin behielt Röbel-Alt im Norden, M.-Strelitz baute sich ein Haus weiter sein eigenes neues. Die Lage an der Röbeler Bucht ist so schön, daß keine der bisher durchfahrenen Stadte da mithalten kann.

km 88,5. Tag 4. 53° 29' N 12° 37' O. Klink an der Müritz.

Klink ist so ein alter Landjunkersitz und thront prächtig über der Müritz. Heute ist das ein Luxushotel, wo elegante Jackets sich auf weißen Gartenstühlen auf der Wiese braun brennen. Mit unseren kurzen Turnhosen stapfen wir vorbei, mit unseren Neoprenwasserschuhen auf dem Mamorfußboden an der Rezeption vorbei zu den Toiletten.

km 94,5. Tag 4. 53° 30' N 12° 40' O. Waren an der Müritz.

Waren an der Müritz macht ein Bohei um sich. Der Ort schläft nicht so angenehm wie die bisherigen Städtchen, sondern verkauft seinen Besuchern Kitsch und Fischbrötchen. Das ehrwürdige Müritz-Museum hat sein Aquarium spektakelisiert. Trotzdem lohnt es seinen unverschämten Eintrittspreis. Die verschieden Biotope eines mecklenburgischen Flusses von der Quelle zum Meer werden immer klarer, das Wasser immer unsichtbarer.

km 110,5. Tag 4. 53° 32' N 12° 32' O. Jabel am See.

Nach der Binnenmüritz folgt der Kölpinsee. Die Richtung knickt von N nach O ab. Zum Glück hat der Wind von SSW auf WSW gedreht. Gegen den Wind ist es einfacher, als wenn er von Seit das Wasser ins Boot treibt. Ein drohendes Gewitter mildert die Wellen und treibt uns voran. 100 m vor dem Ziel auf dem Jabelschen See stellt es uns.

km 110,5. Tag 5. 53° 32' N 12° 33' O. Damerow am Jabelschen See.

"Jabel ist das Tor zur Nossentiner/Schwinzer Heide". Aha. Ein verschlissener Bahnsteig irgendwo im Wilden Osten. Die Wisente, die auf dem Damerower Werder gezüchtet werden, fressen und glotzen. Es sind gelassene Tiere in einer gelassenen Landschaft. Hier kann man eine Diplomarbeit zu Ende bringen.

km 122. Tag 6. 53° 28' N 12° 26' O. Malchow am See.

Malchow ist wie Ratzeburg dreigeteilt. Ein schmaler Rinnensee, eingefaßt von zwei Hügeln, dazwischen eine Insel. Auf der liegt die Fischerstadt. Am westlichen Ufer die Handwerkerstadt. Das DDR-Museum zeigt spitzbärtige Sandmännchen, Pioniercomics und Todesstreifenbaukästen. Am östlichen Ufer liegt die Klostervorstadt. Das Kloster ist längst nicht mehr im Betrieb, dafür aber erfahre ich en detail, welcher Orgelbauer wessen Schüler war und wo er Orgeln baute. Bis ins Alte Land zu Arp Schnitger reicht die Traditionslinie.

km 129. Tag 6. 53° 28' N 12° 21' O. Lenz am Plauer See.

Abbruch. Die Großseen haben uns tagelang mit ihrem heftigen Gegenwind genervt, doch der letzte, der Plauer zwingt uns zum Abbruch. Die Wogen sind so heftig, daß der Schaum von Wellenkamm zu Wellenkamm fliegt. Coche will weiter, Rüdiger ist ängstlich, wir drücken uns in eine windgeschützte Ecke des lenzer Hafens. Die ganze Nacht ächzen die hohen Bäume im Sturm.

km 136. Tag 7. 53° 27' N 12° 16' O. Plau am See.

Rüdiger läßt sich nur schwer überzeugen, doch dann rudern wir weiter. Der Wind ist immer noch stark, aber die Schaumkronen sind weniger. Die Wellen im 70°-Winkel angeschnitten; allmählich habe ich Übung. Und in Plau das wohlverdiente Frühstück. Wir waren früh in Lenz aufgebrochen, um den Zeitverlust von gestern wettzumachen.

km 157. Tag 7. 53° 28' N 12° 02' O. Lübz an der Elde.

Wir sind auf der Elde-Müritz-Wasserstraße. Die dichten Wälder schrumpfen zu Hainen, und weite schläfrige Ackerfluren prägen das Bild. Die Seen liegen hinter uns, doch jetzt beginnen wieder die Schleusen, die neunte seit Neustrelitz. Doch jetzt warten wir nicht mehr so lange, da hinter den Seen der Bootsverkehr schlagartig nachläßt. Lübz hat eine Brauerei, doch liegt die außerhalb. und hat heute am Montag geschlossen. Trotzdem gibt es hier überall Lübzer Pils in den Kneipen, das unter der prallen Sonne uns im Kopfe gärt.

km 165. Tag 7. 53° 24' N 12° 01' O. Burow an der Elde.

Burow ist das andere Mecklenburg. Das, wo es keine Seenplatte und keinen Meeresstrand in der Nähe gibt. Nicht einmal ein Herrenhaus. Dafür ein vermoorter Fluß, vernäßte Wiesen, auf denen Klapperstorche jagen. Sie haben mehr Nachwuchs als die menschlichen Einwohner. Die Kirche ist viel zu groß für die wenigen Omas. Einst sollte sie als einzige die gesamte Gegend versorgen, jetzt hat jedes Dorf ein eigenes Gotteshaus. Ein zeitweiliger Hamburger ist nach der Wende zu seiner Kindheit zurückgeflüchtet, und hat jetzt seine Ruhe. Sein Schnauzbart ist eines Schwejks würdig. Mit einer Geldkatze schlurft er zum Zeltplatz, seine sparsamen Worte sind freundlich. Er bringt uns Bier und Brötchen.

km 185. Tag 8. 53° 26' N 11° 50' O. Parchim an der Elde.

Parchim ist die Hauptstadt der Griesen Gegend und hat eine bedeutende Altstadt, die prächtigste, die wir bisher gesehen haben. Diverse Altarme der Elde teilen das nierenförmige Gebilde in der Mitte. Das knubbelige Ende reiht sich um die Georgenkirche. Das ist die Altstadt. Sie hat eine Rathaus, welches im Zeitalter des Jugendstiles durch Pilaster in Form eines gigantischen Lilienportales geprägt worden ist. Um die Marienkirche am schlanken Ende liegt die Neustadt. In dieser Kiche tragen starke Holzmänner die Orgelempore wie Herkules einst den Atlas.

km 200. Tag 9. 53° 27' N 11° 38' O. Eldedreieck.

Nach der Griesen Gegend die Lewitz. Seen gibt es hier so gut wie keine, also hat man kilometerweite Fischzuchtteichanlagen gebaut, die sogenannte Leewitz. In Hochlage durchschneidet der Eldekanal schnurgerade diese Landschaft. Am Eldedreieck geht es auf dem Störkanal nach Schwerin, wir biegen an dieser Kreuzung nach Süden gen Elbe ab.

km 210. Tag 9. 53° 23' 11° 35' O. Neustadt an der Elde.

Die Sammlung der mecklenburgische Lande gestaltet sich als langwierig. Bevor die Herzöge von Mecklenburg das Bistum Schwerin eliminieren und dort Hof halten konnten, gastierte ihr Regierungszirkus in Neustadt. Aus dieser Zeit hat das Örtchen noch eine Höhenburg, die sich eindrucksvoll über dem Kiez und dem Stadtpark erhebt. Als das nicht mehr respektabel genug war, kam ein kleines Jagdschlößchen. Da war Neustadt schon nicht mehr Hauptstadt und schlief ein in den Schlaf der Provinz.

km 228,5. Tag 10. 53° 17' N 11° 34' O. Grabow an der Elde.

Hier kommt die wohlschmeckende Ostkonkurrenz zu Dickmanns unsäglichen Mohrenköpfen her. Ulrich und Dieter waren oben im Gewerbegebiet beim Werksverkauf. Warum sie dabei eine ganze Kiste von der Zuckerware mitgebracht haben ist mir schleierhaft. Irgendwann sind sogar die Kinder der umliegenen Camper mit Eischaum, Waffeln und Schokolade vollgestopft.

km 235. Tag 11. 53° 15' N 11° 27' O. Eulenkrug an der Elde.

Knacks macht mein Backbordskull. Mit aller Kraft rudere ich gegen den heftigen Gegenwind aus SW an. Unsere Skulls sind sehr mürbe. Ich nehme die Ersatzskulls, doch sind die auch schon in schlechtem Zustand. Eine Dolle ist schon vor Fahrtantritt verbogen gewesen, das Ersatzteil paßt nicht, das Originalteil war in unserem Bootshaus nicht aufzutreiben, die nächste Bootswerkstatt erst in Lauenburg. Und dann reißt auch noch das Steuer ein. Jetzt nur noch vorsichtig rudern.

km 255. Tag 11. 53° 08' N 11° 16' O. Dömitz an der Elbe.

Allmählich habe ich genug vom Kanal und seinen Schleusen und bin froh, daß wir morgen auf die Elbe kommen werden. Hier in Dömitz hatten sie den mecklenburgischen Nationaldichter Fritz Reuter in der Feste eingelocht. Die vaubansche wie ein Schneekristall gezackte Anlage diente zuvor der Sicherung des mecklenburgischen Elbzuganges, später als Knast für politisch Andersdenkende. Reuter war als Burschenschafter für einen deutschen Zentralstaat statt für sein Fürstenvaterländchen, für die damaligen Verhältnisse so etwas wie ein Linksradikaler. Später bauten die Nazis als eine ABM eine Eisenbahnbrücke über die Elbe, deren Gerippe nach der Sprengung im 2. Weltkrieg prominent die flache Landschaft dominiert.

km 265. Tag 12. 53° 10' N 11° 09' O. Wehningen an der Elbe.

Träge hat uns die Elbe nach Niedersachsen getragen. Nur mühsam zwingt das Buhnenspalier den Strom in die richtige Richtung, doch wirklich zähmen hat sich die Elbe nicht lassen. Ständig umfassen uns Erlengesträuch, Altwasser und Strände. Die Schiffe müssen kompliziert zwischen den Ufern hin und her pendeln und Untiefen ausweichen. Kein Vergleich zu unserer reglementierten Elbe. Erhalten geblieben ist dieses Biosphärenreservat aufgrund der Deutschen Teilung. Wobei die Laune der Geschichte hier Niedersachsen von Niedersachsen trennte. Während des hannöversche Wendland in Niedersachsen aufging, wurde das nordelbische Amt Neuhaus vom südelbischen Rest des Landkreises Lüneburg abgetrennt und Mecklenburg 1945-94 zugeschlagen.

km 275. Tag 12. 53° 09' N 11° 03' O. Hitzacker im Wendland.

In Hitzacker nimmt uns das professionelle Touristikmanagement in die Zange. Die Häuser sind zum Kitsch restauriert. Mittelalterlich gewandete Stadtführer halten weißhaarige Busladungen zum Narren. Hitzacker ist aber trotz der fröhlichen Maskerade ein Ort kreativen, alternativen Widerstandes. Die gelben Andreaskreuze gegen das Atommüllendlager in Gorleben prangen hier jedoch auch an bürgerlich-anständig gestutztem Vorgartenrasen. Zu elementar ist die gemeinsame Bedrohung.

km 286,5. Tag 12. 53° 14' 10° 54' O. Klein Kühren an der Elbe.

Von S ist die Görde an die flache Elblandschaft gestoßen. Eine Eiszeitmoräne, die sich malerisch und dicht bewaldet 60 m zum Fluß hinabstürzt. Nach N hin liegt die weite Elbniederung gen Groß Kühren.

km 302. Tag 13. 53° 18' N 10°44' O. Bleckede an der Elbe.

Bleckede ist wieder so ein kleines, touristisch herausgeputztes Kreisstädtchen für das erwähnte Amt Neuhaus. Die Stadtrechte sind noch jung, aber die Burg schon seit Jahrhunderten ein Zentrum. Erwähnenswert ist sie wegen der naturkundlichen Ausstellung des Biosphärenreservates Mittleres Elbtal. Ab hier beginnen auch strenge Auflagen für die Flußbefahrung. Die Ufer sind ein Tabu. Trotzdem ankern an jedem zweiten Strand Motorjachten mit ratzeburgischem oder hamburgischem Kennzeichen, kreischen Kinder, oder schweigen Angler.

km 322,5. Tag 13. 53°22' N 10° 34' O. Lauenburg an der Elbe.

Das Elbtal ist sehr abwechslungsreich. Im S schützt ein Deich die Winsener Marsch. Ab Lauenburg drängt sich die Geest von N an den Strom. Lauenburgs backsteingotische Unterstadt klettert die Geest hinan, mit schmalen Gängen zwischen den Häusern. Einst war Lauenburg die Hauptstadt des mächtigen Sachsen-Lauenburg. Es war nur klein, doch lag es strategisch günstig um den Elbe-Ostsee-Handel zu kontrollieren. Dann kamen die Hannoveraner vom Süden, die Holsteiner von Norden und man teilte sich das Land. Hannover erhielt die Winsener Marsch und das Amt Neuhaus, Holstein den nordelbischen Rest, der sich heute nur noch Herzogtum Lauenburg nennt und sogar Hamburg bekam seinen Anteil von dem Lamm: das Amt Ritzebüttel, in dem später Cuxhaven gegründet wurde.

km 352. Tag 14. 53° 25' 10° 12' O. Zollenspieker an der Elbe.

Die Luft ist raus. Nach zwei schönen Tagen auf der Elbe haben wir diesigen Gegenwind aus SSW. Diese Etappe ist mit 48 km die längste, denn wir wollen nicht nochmal kurz vor der Veddel übernachten. Wir hatten auf ein Empfangskomitee der Wikinger hier am Zollhäuschen gehofft, doch leider war da niemand. Der Gedanke an zu hause ist zu dominant, als daß ich die Fahrt durch die verschiedenen Marschen genießen könnte.

km 372. Tag 15. 53° 31' N 10° 02' O. Veddel bei Hamburg.

Endlich daheim. Die Boote haben uns mit argen Blessuren und Dauerschäden doch irgendwie nach Hause gebracht. Auf dem Abschlußgruppenphoto sind Dieter, Rüdiger, Coche, Ulrich, Ulrich, Stefan II., Torsten und ich. Ich hätte mir noch eine Frau als Mitfahrerin gewünscht.

André Gesche


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